Testbericht – Nicht komplett scheisse – mein Eken M003 out of the box

Die Verpackung des Pads ist schon eine ganz schöne Frechheit.

Mal vorneweg: Ich Ich ja kein wilder Technikgeek, deswegen beschränke ich mich im kurzen Testbericht auf die Sachen, auf die ich als Endverbraucher einfach achte.

Chic - die Oberfläche.

Gestern kam er an, mein heißerwartetes … nun ja, was eigentlich? Mein heißerwartetes Android-Pad, sagen wir es erst einmal so. Händler meines Vertrauens war Dealextreme, die es aber nicht für nötig hielten, den Hersteller des Pads zu vermerken. Aber eine kurze Recherche fördert ganz klar zu Tage: Ich bin stolzer Besitzer einer generischen Version des Eken M003 aka Apad.

Dieses “glänzt” in erster Linie mit seiner schicken silbernen Außenumrandung und weniger mit seinen technischen Daten, die da kurz zusammengefasst wären:

CPU: VIA MW8505 600MHz
Arbeitsspeicher: 128MB DDR2 (2GB interner Flashspeicher, erweiterbar auf bis zu 16GB MicroSD)
OS: Android 1.6
Anschlüsse: 1x USB, 1x 3.5mm Stereo Audio out und einmal, was ich besonders lustig finde, der breite Stecker vom Iphone, Ipad, Ipod.
Mikrophone und Lautsprecher sind eingebaut.
Mein Preis: ca. 136 US-$Anschlüsse

Auffällig ist in jedem Fall mal der völlig unzureichende Arbeitsspeicher. Tatsächlich wäre das Gerät mit dem doppelten Satz ausreichend versorgt und wohl auch schnell genug. Die Prozessorleistung sollte eigentlich ausreichen.
Im Lieferumfang enthalten ist noch ein Netzteil (welches laut Internetz bei vielen Kunden wohl eine Lebensspanne von weniger als 5 Minuten hatte, ich hatte Glück *aufholzklopf*) und ein voll funktionsfähiger Iphone/Ipad/Ipod-Stecker, sowie ein gedrucktes Manual, mit welchem man getrost den Hamsterkäfig auslegen kann. Das taugt nämlich nichts. Eine Recovery-CD oder dergleichen sucht man vergebens. Bei mir war die Verpackung übel angestoßen, aber egal, hatte ja einen weiten Weg.

Verpackung ganz schön angemackt.

Ich empfinde das Pad als solide verabeitet, es wirkt elegant und liegt gut in der Hand. Vom Einschalten bis zur Einsatzbereichtschaft vergingen bei mir satte 57 Sekunden. Ich besitze zwar sonst keine Androidgerätschaft, habe mir aber sagen lassen, dass diese Zeit auch bei anderen Devices nicht rosiger aussieht. Korrektur gerne in den Kommentaren.
Das 8″-Display mit der Auflösung 800*600 ist weitaus besser, als ich erwartet habe…solange man zu Hause auf der Couch seiner Pad-Leidenschaft frönt, Sonneneinstrahlung macht das Arbeiten damit unmöglich. Der Touchscreen reagiert langsamer, als ich es vom Iphone gewöhnt bin, ist aber akzeptabel in der Genauigkeit. Einen Stift zu benutzen erleichtert den Umgang mit dem Apad ungemein. Das Autorotate des Bildschirms funktioniert…manchmal, manchmal nicht, innerhalb derselben Anwendung. Keine Ahnung warum.
Bleiben wir mal bei den Sachen, die out-of-box noch nicht funktionieren:

  • youtube – das Schätzchen spielt keine youtube Videos ab, weder in der App noch im Browser.
  • appstore – der Appstore funktioniert nicht, wenn man wie ich kein Chinesisch spricht. Auch wenn sich das Gerät sonst prima auf deutsch oder englisch umstellen lässt, der Appstore ist und bleibt chinesisch und unbenutzbar.
  • die internen 2GB Flashspeicher. Ok, dafür bin ich wohl zu doof. Jedenfalls war ich mir nicht möglich, irgendetwas ohne eingelegte SD- Karte auf dem Gerät abzuspeichern. Mag sein, dass das eine Android-Eigenschaft ist, ich fands doof.

Absolut problemlos funktionierte die Einwahl übers WLAN, in wenigen Sekunden konfiguriert und zack, drin. Chic. Mittels des lustigen Iphone Kabels lässt sich das Gerät auch problemlos an den PC anschließen, der den Flashspeicher auch sofort erkennt. Auf diese Art und Weise lässt sich auch der Appstore umgehen und doch noch allerhand auf das Pad installieren. Aber davon will ich ein andermal berichten. Der Webbrowser (chrome lite)  ist anständig und fix, allerdings meldete er mir ständig was von abgelaufenen Zertifikaten, lustigerweise gehäuft bei Google-Seiten (Danke an Knoffel, es war natürlich das falsch eingestellte Datum). Surfen auf dem Android-Pad.Das Surfen macht trotzdem nur bedingt Spass mit dem Pad, das liegt vor allem daran, dass einfach alles irgendwie so zäh ist, besonders das Scrollen ist nicht das Gelbe vom Ei.

Zum Betrachten von ebooks finde ich das Pad aber durchaus ok. Zwar bringt die Device keinen eigenen Ebook-Store mit (der wäre wahrscheinlich auch nur chinese-only), wohl aber bereits einen vorinstallierten ebook-Reader (den ich noch in Hinblick auf die unterstützten Formate eingehenst testen werde). Zur Akkulaufzeit kann ich noch nicht viel sagen, klar ist, WLAN zieht den Akku leer wie nix, geschätzt eine Stunde oder so, deaktiviertes WLAN lässt ein mehrstündiges “Arbeiten” mit dem Pad zu.

Wer jetzt meint, die Kritik am Apad wäre ein Verriß und ich wäre enttäuscht und würde den Kauf bereuen, der kennt mich schlecht. Zu den absoluten Pluspunkten zählt natürlich erst einmal der Preis, es gibt digitale Bilderahmen, die wesentlich teurer sind. Und natürlich zum anderen die offene Android Oberfläche- Das vorinstallierte Farm Frenzy-Spiel macht schon tüchtig Spass, und in der Tat kann ich es kaum erwarten, die ein oder andere Spielerfahrung noch auf dem Teil zu machen. Laut den tollen Cracks aus dem slatedroid Forum soll die SCUMM-Engine auf dem Ding laufen. Das wäre obercool und werde ich auf jeden Fall testen. Überhaupt ist aus der slatedroid Ecke noch eine Menge zu erwarten. Die ersten Mods am OS liegen schon vor, man kann sicher davon ausgehen, dass Bugs und Schnitzer (wie die kaputte youtube-App) von den Fricklern behoben werden. Aber dies war ja der Out-of-the Box-Test. Nachreichen werde ich dann mal den 2ten Testbericht, der sich dann damit beschäftigt, was man aus dem Ding noch rausholen kann, mit neuem OS und Schmankerl aus dem App-Angebot.

Leuten mit geringer Frustrationstoleranz, Leuten, die fürn Hunni ein Ipad Lite erwarten und Leuten, die sowieso immer alles scheisse finden, was ich gut finde, rate ich vom Kauf ab. Dafür ist das Teil einfach zu zäh und buggy. Wer aber Spass an Spielereien hat, sowieso keinen konkreten Einsatzweck für ein Pad hat, sich dafür begeistern kann, was die aktive Community noch aus dem Ding rausholt, darf zuschlagen. Aber nicht, dass es nachher heißt, ich hätte Euch nicht gewarnt.

Kid Burbank – Watermelon Man

Moderne Zeiten

Gefüllte Blasen

Hier kommen dann die Einsendungen rein.

Chryso liefert eine gekonnte Zote mit Lokalkolorit. Das eingehochdeutschte “Knopf Drehen” gefällt mir. Außerdem hat er löblich die Blasen selbst ausgefüllt.

@MotherInLaw_50 lieferte ihren Beitrag via Twitter. Den Untertitel habe ich mal hinzugefügt. Wäre auch eine schöne Weihnachtskarte.

Yvonne packt ein wenig Allgemeinbildung mit rein. Sehr schön.


Herr Granobis meldet sich mal wieder, weigert sich, eine Backlinkadresse rauszurücken und hat dabei endlich einen zoologischen Beitrag geliefert.


Zwitscherpit via Twitter. OG WB war also auch der Erfinder der “Deine Mutter”-Witze . Setzt die JMSV-Einstufung für das Blog ganz schön rauf….

Ihr könnt noch mitmachen.


Wer füllt mir die Blasen?

Klingt komisch, könnte aber witzig werden.
Letztens bin ich beim Surfen in diversen Public Domain Bilderrepositories auf ein paar schöne Schmankerl gestoßen, die sich prima dazu eignen würden, witzige Sachen daraus zu basteln. Da ich aber bekanntermaßen einen Sinn für Humor habe, der in Stammeskulturen zur Verbannung und Ächtung führen würde und ich auch in modernen Kulturen beim Witzemachen ständig von der Gefahr betroffen bin, von einem Mob in den Dschungel gejagt zu werden, habe ich mir ein paar Gedanken gemacht. Wer ist denn witziger als ich? Die Antwort ist einfach: alle anderen. Deswegen sollen doch mal alle anderen sich Gedanken machen, was man da unten lustiges in die Blasen schreiben könnte. Und es machen. Und es dann mir schicken*. Und ich stell es dann wieder hier rein. Toll, was?

*Einfach per Mail schicken, oder in den Kommentaren verlinken, oder via twitter, oder ….


Ted Talk: Sir Ken Robinson – Bring on the teaching revolution!

(via ted)

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